Über die Stadt

Das Wappen von Zuckmantel

Stadtwappen

Das Wappen von Zuckmantel ergibt sich ohne Zweifel aus der Wirtschaftsgeschichte der alten Bergstadt als Stadt des Goldbergbaues. Es zeigt einen mit einem Pickel arbeitenden Bergmann. Dieses Motiv zeigen die Wappen eines Stadtsiegels von Zuckmantel aus dem Jahre 1707 und zweier Stadtsiegel aus dem Jahre 1766. Das Siegel der privilegierten Schützengesellschaft von Zuckmantel von 1626 zeigt das gleiche Motiv. Das Siegel von 1707 zeigt keine Wappenzier. Das Wappen von Zuckmantel, wie es später üblich war, zeigt als weitere Wappenzier über der Blätterkrone die Bischofsmitra, darunter seitlich die Fürstenkrone und schräg hinter dem Wappenschild Krummstab und Schwert gekreuzt. Beim Zuckmantel - Wappen ist der Grund blau, unten die Wiese grün, das Felsengestein und der Baumstamm braun, die Blätter grün, Rock und Stiefel des Bergmannes schwarz, die Hose lichtblau, der Pickel in der Farbe des natürlichen Eisens.

In einem vor 130 Jahren herausgegebenen Wappenbuch, steht bezüglich Zuckmantel folgendes:

Zuckmantel, Fürstentum Neisse, Kreis Troppau: Czuckmantel, Coczmantl, slav.Cukmantl, lat. Zucmontanum, Zukmantela, in alten Zeiten nach der Burg Edelstein auf dem Berge, oberhalb Edelstadt geheißen, am Bache Miserich, ist jetzt eine fürstbischöfliche Schutz- u. Municipalstadt im österreichisch gebliebenen Teile des Fürstentums Neisse, an welcher das Bistum, Pfand und sonstige Rechte, schon zu Ende des dreizehnten Jahrhunderts, gehabt haben soll. Zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts jedoch gehörte Z. zu den Städten des Fürstentums Troppau, fiel bei der Teilung von 1377 an den Herzog Nicolaus 3. von Leobschütz und wurde im Jahre 1383 von diesem dem Bistum Breslau verpfändet. Zuckmantel gehörte aber wieder zum Fürstentum Troppau, als Herzog Bolko von Oppeln 1455 den größten Teil desselben mit Zuckmantel verkaufte. Von ihm ging die Stadt in den Besitz der böhmischen Krone über.1467 aber bemächtigte sich Bischof Jobst von Breslau der Stadt und des Schlosses Edelstein und zerstörte das letztere, da sich plündernde Räuberbanden dort festgesetzt hatten. Diese machten die Gegend unsicher. Seinem Nachfolger Bischof Rudolph v. Rüdisheim wurde von König Mathias 1447 der Besitz von Zuckmantel bestätigt. Auch in deren Besitz befindlichen Bergwerke waren über Jahrhunderte sehr ergiebig. Es hat sich noch ein Siegel von 1662 erhalten. Das Gerichtssiegel von Zuckmantel etwa aus dem Ende des siebzehnten Jahrhunderts, hat im Wappenschild eine der Bischöflichen Lilien und die Umschrift:

S. 1vdich. Civitatis. Zuckmantel.

 

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